Beispiele :

Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 und die immer noch andauernde Sammlung der Juden aus allen Ländern der Zerstreuung zurück in ihr Land: Israel. Jeremia 30,10; 31,8-12; Hesekiel 36,24(600 v.Chr.): "Und ich werde euch (die Juden) aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch zurück in euer Land bringen."

Daniel wusste bereits um 570  v.Chr., daß sich das vierte "eiserne" Königreich - das römische Reich ca. 1000 Jahre später in ein Ost- und ein Westreich teilen würde, vgl. Daniel 2,40 ff. ?


Interessant übrigens auch Daniel 2,44 - Gott wird in den Tagen des vierten Königreichs (Daniel meint Rom) ein Reich aufrichten, das ewig bestehen werde. Gemeint ist das Reich Gottes in Jesus Christus, der zur Zeit des römischen Reiches gekreuzigt wurde.

Praktisch alle Prophezeiungen der Bibel (ca. 30 % ihres Umfangs) sind entweder bereits eingetroffen oder beziehen sich auf das zweite Kommen Jesu und die anschließenden Ereignisse. Dabei handelt es sich z.T. auch um Prophezeiungen zum Ablauf der Geschichte, die so offensichtlich stimmen (mit Erklärung z.B.
Daniel 7,1-23; 8,1-22), daß viele Menschen schon deshalb lange behaupteten, die jeweiligen Texte seien nach den vorhergesagten Ereignissen geschrieben oder jedenfalls abgeändert worden.
Dies ist zum großen Teil inzwischen durch archäologische Funde widerlegt. Zum Beispiel macht Daniel viele äußerst exakte Prophezeiungen über den syrischen König Antiochus Epiphanes, der als erster die Juden verfolgte (ca. 140 v.Chr.), vgl.
Daniel 8,23 ff., 11,21 ff. deshalb wurde lange Zeit behauptet, daß Daniel erst nach 140 geschrieben worden wäre.

Derartige Einwände sind inzwischen unter anderem auch durch die Qumran-Funde widerlegt worden, bei denen z.B. auch eine vollständige Buchrolle des Jesaja dabei, die mit unseren Texten identisch ist

Das gesamte Wirken Jesu Christi ist im Alten Testament in mehreren Prophezeiungen vorhergesagt. Ein paar Beispiele:

Die Geburt des Messias in Bethlehem:
Micha 5,1-2.
Geburt durch eine Jungfrau:
Jesaja 7,14.
Einzug in Jerusalem auf einem Eselsfüllen, als König begrüßt:
Sacharja 9,9.
Der Verrat des Judas für 30 Silberstücke in
Sacharja 11,12.
Daß der Messias geschlagen und angespien werden würde:
Jesaja 50,6; Micha 4,14.
Jesu Leiden und Sterben im
22. Psalm, daß er am Kreuz mit dem Speer durchstochen wurde in ; Sacharja 12,10; Jesaja 53,5, daß ihm Essig gegeben wurde in Psalm 69,22, den Verbrechern zugezählt (Jesaja 53,12) und bei den Reichen begraben (Jesaja 53,9).
Daß der Messias die Sünden der Menschen trägt und die Menschen ihn ablehnen würden, weil er in ihren Augen nicht prächtig genug war:
Jesaja 53,2-12.

Auch die völlig unwahrscheinliche Geschichte des jüdischen Volkes hat die Bibel vorhergesagt: Als das jüdische Volk in das Heilige Land einzog, warnte Gott die Juden davor, den Götzenkult und die Sittenlosigkeit dieses Volkes anzunehmen, weswegen Er die Bewohner vertrieben und getötet hatte (5. Mose 9,4). Sonst würde Er auch sie aus diesem Land vertreiben (5. Mose 28,63; 1.Könige 9,7; 2.Chronik 7,20 u.a.). Als die Juden dann tatsächlich anfingen, Götzen zu verehren, kündigte Gott an, daß sein Volk "unter alle Völker zerstreut" werden wird, "vom einen Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde" (5.Mose 28,64; Nehemia 1,8; Amos 9,9; Sacharja 7,14 u.v.a.). Genau dies geschah in mehreren Wellen ab 609 v.Chr. bis zur endgültigen Zerstörung Jerusalems 70 n.Chr.
Gott kündigte an, daß die Juden während ihrer Zerstreuung von allen Völkern gehaßt, verspottet und verfolgt werden würden (
5.Mose 28,65-67; 2.Chronik 7,20ff.; Jeremia 29,18; Jeremia 44,8 ff. u.a.).

Leider gibt es auch gegenteilige Beispiele :

 

Hesekiel-Prophezeiung "Ägypten" :

"... und will das Geschick Ägyptens wenden und sie wieder ins Land Patros bringen, in ihr Vaterland; aber sie sollen dort nur ein kleines Königreich sein. Sie sollen kleiner sein als andere Reiche und nicht mehr sich erheben über die Völker, und ich will sie gering machen, dass sie nicht über die Völker herrschen sollen, ..."

(Hesekiel 29,14-15)

Im 19. Jahrhundert besiegte Ägypten allerdings den Sudan und beherrschte das fremde Land.

Israeliten, die nach Ägypten ziehen, sollten sterben!
 

"Denn sie seien, wer sie wollen: Wer sein Angesicht nach Ägypten richtet, um dorthin zu ziehen und dort zu wohnen, der soll sterben durch Schwert, Hunger und Pest, und es soll keiner übrig bleiben noch dem Unheil entrinnen, das ich über sie kommen lassen will."

(Jeremia 42,17)

Trotzdem wanderten Juden nach Ägypten aus, aber anstatt – wie prophezeit – umzukommen, errichteten sie ein kulturelles Zentrum in Alexandrien, wo ihre Nachkommen auch heute noch leben!

Jesaja-Prophezeiung "Damaskus" :
"Dies ist die Last für Damaskus: Siehe, Damaskus wird keine Stadt mehr sein, sondern ein zerfallener Steinhaufen; seine Städte werden verlassen sein für immer, dass Herden dort weiden, die niemand verscheucht. Und es wird aus sein mit dem Bollwerk Ephraims und mit dem Königtum von Damaskus; …"

(Jesaja 17,1-3)

Hierzu ist anzumerken, dass Syrien heute eine Republik ist, sodass es mit dem Königtum von Damaskus in der Tat aus ist. Ansonsten widerspricht die Realität aber unbestreitbar dieser schrecklichen Prophezeiung, denn bekanntlich ist Damaskus eine Millionenmetropole und somit also eindeutig kein "zerfallener Steinhaufen" und auch keineswegs für immer verlassen!


 

 


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